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Archiv für Juni 2010

Nach Eheschließung: Versicherungen auf den Prüfstand

Schließt eine geschiedene Frau oder ein geschiedener Mann mit einem neuen Ehepartner zusammen, gehört nicht nur der gemeinsame Hausrat, der in die Ehe eingebracht wird, auf den Prüfstand, sondern auch die Zusatzversicherungen des Ehepartners. Um nicht unnötige Doppelbelastungen an Versicherungen zu haben, sollte der überschüssige Versicherungsschutz gekündigt werden, denn gute Policen sichern oft auch den Partner mit ab.

Doch ein Versicherung Vergleich mit dem Ehepartner ist nicht leicht, weil es nicht nur darum geht, welche Police doppelt und daher als „überflüssig“ erachtet wird, sondern oft sehr verzwickte Fragestellungen, zu deren Beantwortung neben den professionellen Zusatzversicherung Vergleich oft auch kompetente Beratung gefragt ist. Doch es können auch allgemeine Empfehlungen gegeben werden.

Generell gilt, dass die Hausratversicherung, aber auch die Privathaftpflichtversicherung für Eheleute, die zusammen in einem Haushalt leben, nur einmal für die Bedarfsgemeinschaft abgeschlossen werden muss und nicht für jede Eheperson einzeln.

Damit werden nicht nur doppelt zu zahlende Beitragssätze eingespart, sondern – was sehr wichtig ist (!) – die Leistung im Schadensfall abgesichert. Bestehen nämlich zwei Policen, wo nur eine erforderlich ist, kann die Zusatzversicherung darauf verweisen und die Versicherungsleistung zum Teil oder sogar ganz versagen.

Wichtig ist allerdings auch, dass bei Kündigung einer überflüssigen Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung in der verbleibenden Zusatzversicherung der neue Ehepartner nachgetragen wird, damit der Schutz auch diesen gilt und vor allem auch die Deckungssummen entsprechend angepasst werden, die nämlich für ein Ehepaar andere sind als für ein Single. Gerade im Hinblick auf eine Hausratversicherungist beim Versicherung Vergleich der jeweils beiden Policen sehr darauf zu achten, dass die Tarifbestimmungen bei den Deckungssumme sehr unterschiedlich sein können. Man sollte sich daher beim Vergleich von Doppelversicherungen Zeit lassen und nicht „per Münzwurf“ entscheiden!

Neben der privaten Haftpflichtversicherung und der Hausratversicherung ist eine Wohngebäudeversicherung anzuraten, aber auch nur, wenn die Eheleute in den eigenen vier Wänden wohnen. Eine Risikolebensversicherung ist nur dann unbedingt erforderlich, wenn auch noch eigene Kinder erzogen werden, um diese im wirklichen Ernstfall finanziell abzusichern. Jedoch sollte die Deckungssumme schon mindestens 200.000 Euro betragen. Eine Unfallversicherung ist darüber hinaus auch noch für das Paar schon eher Abwägungssache, bei der es aber zu bedenken gilt, dass nicht nur Sportler gefährdet sind, sondern auch „inaktive“ Personen. Bekanntlich passieren die meisten Unfälle im eigenen Haushalt oder auf der Straße.

Vollkommen überflüssig sind dagegen partiale Sachversicherungen wie eine Glasbruchversicherung, da sich der Eintritt des Schadensfall finanziell in Grenzen hält, die Beitragssätze dagegen jedoch im Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit des Schadens sehr hoch.

Unverzichtbar und leider meistens maßlos in der Wichtigkeit unterschätzt sind dagegen an die Einzelperson gebundene Zusatzversicherungen. Gerade einmal jeder zehnte hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung, obwohl das Risiko der Berufsufähigkeit mit rund 25 % sehr hoch ist. Wie bei der Lebens-, Kapitallebens- oder der Rentenversicherung wäre es hier bei bereits bestehenden Policen fatal, den Tarif eines Ehepartners zu kündigen.

Was im Taumel des „neuen Glücks“ jedoch sehr schnell übersehen wird ist, dass sich für Verheiratete auch die Bedingungen bei der Altersvorsorge ändern. Hatte der neue Ehepartner bislang kein Anspruch auf Riester-Rente (z. B. auf Grund von Nichterwerbstätig- oder Selbständigkeit), kann es durchaus sein, dass nun dieser Anspruch besteht, weil der neue Ehepartner sozialversicherungspflichtig und z. B. nicht mehr wie der alte selbständig tätig ist. Der Lebenspartner, der bisher die Riester-Rente nicht in Anspruch nehmen konnte, hat jetzt das Recht auf einen sog. „Huckepackvertrag“, d. h. auch für die staatliche Bezuschussung wird auch für diesen gezahlt.