Wenn die Behandlungsmethoden aus dem Bereich der Naturheilkunde eine wirkungsvolle Alternative zur Schulmedizin sind, und dem Versicherten wieder zu voller Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verhelfen, dann sollte an den Kosten für eine Heilpraktikerversicherung nicht gespart werden. Nachweislich betrifft das einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung, der auf alternative Heilmethoden durch einen Heilpraktiker geheilt wurde.

Jeder Versicherte, der in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, sollte sich schon vor einem umfassenden Vergleich aller Leistungen und Tarifmöglichkeiten der Heilpraktikerversicherung Gedanken machen, welche Behandlungen eines Heilpraktikers für ihn in Frage kommen und welche Kosten übernommen werden sollen. Nicht alle Behandlungen die im Hufelandverzeichnis aufgeführt werden, werden im Einzelfall auch notwendig sein.

Diese Überlegungen sind von großer Bedeutung, denn die in der Heilpraktikerversicherung zugesagten Leistungen müssen bis an das Lebensende oder Vertragskündigung erstattet werden. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung ist in der Heilpraktikerversicherung eine Abänderung des Leistungsspektrums nicht möglich. Deshalb ist es immer empfehlenswert, sich nicht nur auf zwei oder drei Behandlungen aus dem Bereich der Naturmedizin zu beschränken, sondern schon bei Vertragsabschluss diese Palette zu erweitern.

Das kann mit zunehmendem Alter sehr von Vorteil sein und auch günstiger als der Abschluss einer neuen Heilpraktikerversicherung. Die Konditionen werden immer ungünstiger ausfallen, schon allein durch das erreichte Alter. Außerdem kann es bei einem Wechsel des Versicherungsanbieters passieren, dass eine vorgeschriebene Wartezeit entsteht, bevor Leistungen gezahlt werden.